SGI

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SGI ist der "Steifigkeits-Gewichts-Index". Der SGI-Wert wird von Zeitschriften genutzt, um Testergebnisse von Rahmen objektiv vergleichbar zu machen.

Dabei wird die Steifigkeit S (bzw. die Nachgiebigkeit) eines Bauteils (meist des Rahmens) in einem gewissen Bereich (Lenkkopf, Tretlager usw.) gemessen und in Relation zum Gewicht G des Bauteils gesetzt. Dies wird gemacht, da beim Fahrradbau beide Werte wichtig, aber schwierig gemeinsam zu realisieren sind. Ein leichteres Bauteil ist daher meist weicher und nachgiebiger, also weniger steif, als ein schwereres aber ansonsten ähnliches Bauteil. Ein hoher SGI-Wert (sprich hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht) ist in den meisten Fällen aber besser, da er bedeutet, dass bei einem geringem Gewicht wenig Kraft, z.B. beim Treten, in Bewegungen des Rahmens verpufft. Er bedeutet aber auch, dass Stöße vom Untergrund mehr beim Fahrer ankommen, weswegen bei einem sehr steifen Rahmen z.B. eine sensible Federung nötig ist. Dies kommt vor allem bei Aluminium-Rahmen zum Tragen, da dieses Material an sich schon eine geringe Elastizität aufweist (im Gegensatz zu Stahl beispielsweise). Ein anderes Beispiel: ein steifer Lenkkopf bedeutet gemeinsam mit steifer Federgabel, stabilen Laufrädern usw., dass jede Lenkbewegung sehr gut umgesetzt wird. Andererseits bedeutet es aber auch, dass Schläge vom Untergrund (z.B. durch Spurrillen) beim Fahrer ankommen und so mehr Kraft erfordern und schneller müde machen. Es ist also erklärtes Ziel der Hersteller, die Bauteile auch auf solche Belastungen hin zu optimieren, und das Optimum ist nicht unbedingt das Extrem in einer Beziehung. Eine solche belastungsoptimierte Bauweise ist am derzeit am leichtesten mit Carbon zu realisieren, da man dort mit verschiedenen Fasern, Dicken, Faserausrichtungen und Harzen viele unterschiedliche Spezifikationen realisieren kann.

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