MTB-Kategorien

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Heutige Mountainbikes lassen sich kaum noch mit den Exemplaren von vor 15-20 Jahren vergleichen. Was damals lediglich aus einem möglichst stabilen Rahmen mit Gangschaltung, überbreitem Lenker und großvolumigen 26-Zoll Reifen bestand, ist mittlerweile zu einem High-Tech Sportgerät geworden.

Technologischer Fortschritt ermöglicht es den Herstellern, immer präziser auf die Anforderungen und Wünsche der Kunden/Fahrer einzugehen. Das EINE Mountainbike für alle Bereiche ist daher von der Bildfläche verschwunden. Statt dessen gibt es für jeden Einsatzzweck entsprechend optimierte Bikes, die sich grob in folgende Kategorien einordnen lassen. Über den Sinn und Unsinn dieser Kategorien lässt sich vortrefflich streiten, besonders bei noch feinerer Einteilung (wo z.B. ist der Unterschied oder die Grenze zwischen einem "Allmountain Plus" und einem "Enduro"?). Die Gruppeneinteilung ist auch kein Dogma, letztendlich entscheidet der Fahrer, wo er mehr seinen Schwerpunkt setzt.


  • Race: -Die "Rennmaschine"
    • Hardtail (Fullys sind selten) mit max. 100mm Federweg (blockierbar) - Diese Bikes sind stark gewichts- und vortriebsoptimiert (Leichtbau z.T. unter 8Kg!) und besitzen kleine Scheiben-/z.T. noch Felgenbremsen. Weitere Merkmale sind der sehr steile Lenkwinkel und die stark überstreckte Sitzposition.
  • Marathon: -Der "Langstreckenrenner"
    • Hardtail & Fully (im Verhältnis ca. 70/30) mit 100mm Federweg (z.T. auch 120mm) - Ein leichtes Mountainbike (zw. ca. 9 und 11 Kg), das speziell für Langstreckenrennen konzipiert ist. Kleine (160mm) Scheibenbremsen sind hier ausreichend. Ein steiler Lenkwinkel sorgt für Agilität, die (moderat) gestreckte Sitzposition für ein Minimum an Komfort.
  • XC/Tour: -Das "Arbeitstier"
    • Fully (seltener Hardtail) mit 100-120mm Federweg (blockier- & z.T. absenkbar) - Diese Bikes sind durchaus alltagstauglich (kein extremer Leichtbau ca. 10-13Kg) und besitzen mittelgroße, standfeste Scheibenbremsen(160-180mm). Der moderate Lenkwinkel sorgt für ruhigen Geradeauslauf, wobei die Sitzposition eher komfortabel als gestreckt ausfällt.
  • All Mountain: -Das "Spassbike"
    • Fully mit 130-150mm Federweg (Gabel: blockier- & absenkbar für Anstiege) - Ob Rauf oder Runter, ein Allmountain kann (fast) Alles. Hier kommt Stabilität vor Leichtbau (ca. 12-14Kg), wobei die starken Scheibenbremsen (180/z.T. 200mm), der mäßig-flache Lenkwinkel und die komfortable Sitzposition für Sicherheit sorgen.
  • Enduro: -Das Bike für´s "Grobe"
    • Fully mit 140-160mm Federweg - Technische Trails und ruppige Abfahrten sind sein Zuhause. Die stabile Bauweise (ca. 13-15Kg) sowie die große Scheibenbremse (200mm) sorgen für Sicherheit und der flache Lenkwinkel, bei deutlich kompakter & aufrechter Sitzposition, für Kontrolle und Übersicht.
  • Freerider: -jetzt wird´s "schmutzig"
    • überwiegend Fullys mit 160-180mm Federweg - "Drops", "Jumps" und grobes Geläuf - ein Freerider steckt Alles weg. Die sehr stabile Bauweise (14-16Kg) macht dieses Bike nicht gerade zum "Kletterkünstler", aber große/übergroße Bremsscheiben (200-220mm) und eine extrem kompakte Sitzposition bei sehr flachem Lenkwinkel machen Abfahrten zum Vergnügen.
  • Downhill: -"Runter" - und zwar "schnell"
    • Fully mit deutlich mehr als 180mm Federweg - Downhillbikes wollen (-wie der Name schon sagt) einfach nur bergab. Die gnadenlos auf Stabilität getrimmten, und mit großen Scheibenbremsen (200mm /4-6-Kolben Bremssattel) versehenen Boliden bügeln einfach alles weg... -Sitzposition? -Gewicht? -Beim Downhill sitzt man nicht (bzw. extrem selten) und das Gewicht spielt auch keine Rolle (wofür gibt´s Lifte?)!


Besonders für Um- & Neueinsteiger im Mountainbikesport ist die Wahl des richtigen Bikes entscheidend. Was nützen schon 200mm Federweg und ein ultrastabiler Rahmen, wenn man nur im Flachland, oder auf Forst- und Schotterpisten schnelle Runden drehen will?

Die Daten (Federweg, Gewicht usw.) sind lediglich Annäherungswerte, zusammengestellt aus den Produktpaletten unterschiedlichster Hersteller, und können (je nach Ausstattung der jeweiligen Räder) durchaus abweichen.

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