Getriebenabe

Aus Radlwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Getriebenabe bezeichnet man eine Hinterradnabe, in die ein Getriebe (Planetengetriebe bei Wikipedia) integriert ist. Bekannt ist das den meisten Fahrern aus den alten Tagen des Dreigangrades; bei diesem saß die Schaltung eben in der Hinterradnabe, daher auch die Bezeichnung "Nabenschaltung". Vorteile dieser Schaltungsart sind die Wartungsarmut, die Robustheit (Stichwort Matsch und Schnee) und Aufgeräumtheit (Optik, aber auch: keine abstehenden Teile, die durch Äste und Stürze kaputt gehen können); Nachteile das schlechte Schaltverhalten unter Last, das Gewicht und (beim MTB) die Gewichtsverteilung (Konzentrierung des gesamten Schaltungsgewichts in der ungefederten Masse am HR ->Einfluss auf Federung und "Flugeigenschaften").

Zu finden sind diese Naben meist an Trekkingrädern mit (derzeit) bis zu elf Gängen. Der Übersetzungsumfang der Schaltung ist dabei geringer als bei Kettenschaltungen, die Abstufung ist wegen der geringeren Gängeanzahl auch gröber. Diesen Nachteil macht die Speedhub (bei Wikipedia) als einzige wirkliche Getriebenabe für den MTB-Einsatz mit ihren 14 Gängen wieder wett. Eine Besonderheit ist die stufenlose Getriebenabe von NuVinci, die in der Version N360 mittlerweile von Gewicht, Preis und Entfaltung her interessant ist. Diese Nabe ist derzeit allerdings noch nicht für den MTB-Einsatz freigegeben, genau wie die 11-fach-Schaltung von Shimano.

Hier zur Veranschaulichung die Innereien einer 7-Gang-Nabe von Shimano (Nexus Inter-7); gut zu sehen sind das Planetengetriebe sowie die Bremsbacken der Rücktrittbremse (der oberste Ring).

Bild:Getriebenabe.jpg

Persönliche Werkzeuge
Navigation