Federgabel
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Eine Federgabel ist das Bauteil, welches den Rahmen und das Vorderrad verbindet. Im MTB-Bereich sind heutzutage Federgabeln Standard. Es gibt mehrere Bauweisen:
- Teleskopgabeln
- Parallelogrammgabeln
- Upsidedown-Gabeln (USD)
- Gabeln mit Federung im Gabelschaft
Gabeln mit Federung im Gabelschaft sind sehr selten und werden nur von der Firma Cannondale gebaut und auch fast ausschließlich dort eingesetzt.
Parallelogrammgabeln sind heutzutage selten; Modelle von Firmen wie Noleen sind aber auch heute noch legendäre Meilensteine. Bei diesen Gabeln sitzt in der Nähe des Rahmens ein Parallelogramm, in dem ein Dämpfer sitzt (oft einer, der auch in der Hinterradfederung zum Einsatz kommt). Diese Konstruktion ist steif und leicht, federt aber nach vorne oben ein, was der natürlichen Richtung widerspricht. Außerdem kommen an diesen Gabeln eine Vielzahl an Lagern zum Einsatz, die Probleme verursachen können.
USD-Gabeln sind im Grunde ähnlich aufgebaut wie die Teleskopgabeln, nur eben genau umgekehrt (deswegen auch Upside down). Diese Gabeln sind oft weniger steif als Teleskopgabeln, dafür sind sie sehr feinfühlig (weil die Federung immer geschmiert wird) und meist sehr stabil. USD-Gabeln werden im Motorradbereich recht häufig eingesetzt.
Die am weitesten verbreitete Federgabel ist nun die Teleskopgabel. Bei dieser sind die Standrohre über die Gabelkrone und den Schaft drehbar mit dem Rahmen verbunden; die Standrohre können dabei in die Tauchrohre, die mit einer oder zwei Brücken verbunden sind, eintauchen und auf diese Weise federn.
Hier ein Beispiel für eine Doppelbrückengabel (DC = Double Crown, Gegenteil: SC = Single Crown, Standard) aus dem Downhill-Bereich (Marzocchi 888, 200mm Federweg, 20mm Steckachse, Baujahr ca. 2006):
Um die Funktionsweise, Einstellmöglichkeiten und Unterschiede der verschiedenen Gabelmodelle zu verstehen verweise ich auf den Beitrag zum Dämpfer; die dort getätigten Äußerungen zu Federung und Dämpfung gelten für die Federgabeln sinngemäß.


