Dämpferanlenkung
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Die Dämpferanlenkung bezeichnet die Konstruktion der Krafteinleitung vom Hinterbau eines Fullys auf den Dämpfer. Man unterscheidet zwischen linearer, degressiver und progressiver Anlenkung; diese Arten können sich auch über den Verlauf des Federwegs ändern.
- lineare Anlenkung: Die Kraft, die benötigt wird um den Dämpfer zu komprimieren, bleibt gleich; der Winkel zwischen Dämpferachse und Krafteinleitungslinie ist 180°.
- degressive Anlenkung: Die Kraft, benötigt wird um den Dämpfer zu komprimieren, wird geringer; der obere Winkel zwischen Dämpferachse und Krafteinleitungslinie ist <180°.
- progressive Anlenkung: Die Kraft, benötigt wird um den Dämpfer zu komprimieren, wird höher; der obere Winkel zwischen Dämpferachse und Krafteinleitungslinie ist >180°.
Die Dämpferanlenkung beeinflusst, ebenso wie die dahingehende Konstruktion des Dämpfers, wesentlich die Federeigenschaften eines Fullys (ein degressiver Rahmen nutzt den Federweg aus und spricht gut an, schlägt aber leichter durch; beim progressiven Rahmen ist das umgekehrt). Fährt man z.B. einen progressiven Rahmen mit einem durch sein Federmedium Luft progressiven Luftdämpfer wird man im Extremfall den Federweg kaum ausnutzen, weil die zum Einfedern benötigte Kraft sowohl wegen des progressiven Dämpfers als auch wegen der progressiven Anlenkung ansteigt. Daher sind einige aktuelle Rahmen, die auf Luftdämpfer ausgelegt sind, leicht degressiv konstruiert, um das auszugleichen.

