Bremsweg

Aus Radlwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Bremsweg ist die Strecke, die ab Beginn des Bremsvorgangs gebraucht wird, um zum Stillstand zu kommen. Der Anhalteweg geht darüber hinaus, dieser beinhaltet nämlich noch die Reaktionszeit des Fahrers und der Bremse. Als Faustregel kann man hierfür mit einer zusätzlichen Sekunde rechnen.

Der Bremsweg hängt entscheidend von der Verzögerung ab. Diese wird durch

  1. Untergrund
  2. Reifen
  3. Bremskraft und
  4. Bremstechnik

beeinflusst.

zu 1)

Den Untergrund kann man sich nicht aussuchen, man muss ihn aber einkalkulieren. Trockener Asphalt bietet beste Bremsvoraussetzungen, Schotter schlechtere, Eis ganz schlechte. Das sollte eigentlich klar sein, manche Fahrer scheint das aber immer wieder zu überraschen.

zu 2)

Die Reifenwahl kann man beeinflussen. Das Profil und die Gummimischung des Reifens entscheidet, ob dieser schnell rutscht und ausbricht, oder ob er richtiggehend am Boden klebt. Die Unterschiede sind spürbar; besonders beim Vorderreifen sollte man sich also überlegen, ob man sich dort eine Halbglatze oder etwas bissiges gönnt. Probiert aus!

zu 3)

Mit allen heutigen Bremsen, egal ob Felge oder Scheibe, bringt man ein Laufrad zum Blockieren. Bei der einen Bremse braucht es dafür mehr Handkraft, bei der anderen weniger; die eine ist besser zu dosieren, die andere ist etwas "digitaler" (bremst/brems nicht). Generell sollte klar sein, dass die Bremsen immer in bestmöglichem Zustand zu sein haben!

zu 4)

Der Knackpunkt bei vielen Fahrern, besonders bei ungeübten: die Bremstechnik!

Ganz essentiell sind zwei Punkte:

  1. Nur ein rollender Reifen kann vernünftig verzögern! (Stichwort ABS, warum gibt es das wohl?)
  2. ca 3/4 der Bremskraft muss von der Vorderradbremse kommen!

Blockierende Reifen verbieten sich nicht nur aus Umweltschutzgedanken, nein, sie können beim Rutschen die Verzögerungskräfte auch nicht auf den Untergrund übertragen. Insofern ist das A und O, beim Bremsen das Blockieren zu verhindern! Das geht durch die richtige Dosierung, die man schlicht üben muss.

Beim Bremsen lastet durch die Massenträgheit deutlich mehr Gewicht auf dem Vorderrad als auf dem Hinterrad (deswegen taucht die Federgabel dabei auch gerne ein). Dadurch kann man vorne deutlich stärker verzögern, bevor der Reifen blockiert! Um dabei zu verhindern, dass man einen Salto über den Lenker macht, sollte man (wie beim Bergabfahren) sein Gewicht (also den Hintern) hinter den Sattel bringen.

Persönliche Werkzeuge
Navigation